Hybriden Events

Alles spricht von neuen Medien und hybriden Events, aber noch niemand hat sie im Einsatz gesehen. Welche Rolle spielt moderne Medientechnik (Apps, 3D-Technologien, virtuelle Technologien) für Live Events?

 Die Entwicklung und Nutzung von digitalen Medien beschränkt sich heutzutage nicht allein auf Social Media Plattformen. Apps und virtuelle Plattformen ermöglichen Besuchern und Veranstaltern von Events völlig neue Möglichkeiten. Die Verbindung der virtuellen und digitalen Kommunikationsräume vor und während den Live Begegnungen machen nur Sinn, wenn ein Mehrwert, resp. die Interaktion zwischen der Marke und den Ansprechgruppen gegeben ist. Spannend ist es, den Teilnehmerkreis an Live Events über die digitalen Kanälen zu erweitern, resp. die Interaktion so intensiver zu gestalten. Auch können Informationen und Impulse jederzeit abgerufen bzw. eingebracht werden. Während in der Vergangenheit seitenlange Publikationen über eine Veranstaltung verfasst wurden, stehen wir heute vor einer neuen Entwicklung, Informationen und Diskussionen auch im Nachlauf einer Veranstaltung virtuell bereitzustellen. Aktuelles Beispiel: Als Partner des 24thinkpark-Projektes ( http://24thinkpark.com/) planen wir eine 24-stündige open-space Konferenz mit dem Thema „die Arbeitswelt der Zukunft“. Dort werden wir die Grenzen zwischen der digitalen und der realen Welt verschmelzen lassen. Die Herausforderung wird sein, dass die Teilnehmer aktiv, passiv, öffentlich oder anonym Impulse setzen und Informationen während und nach der Veranstaltung nutzen können.

In welchem Masse sind sie Ersatz und in welchem Masse Unterstützung von Live Events?

Virtuelle und digitale Medien werden auch in Zukunft eine Live Begegnung nicht ersetzen können, sondern lediglich eine Unterstützung von Events darstellen, resp. in der begleitenden Kommunikation eingebunden. Eine Herausforderung wird sein, virtuelle Veranstaltungen nicht in der Anonymität versinken zulassen. Die Kommunikation über die Sinne findet, vorerst, nur bei einer Live Begegnung statt. Somit kann festgehalten werden, dass digitale Medien komplementär in den Bereichen Sehen und Hören eingesetzt werden, substitutiv jedoch nicht in der affektiven Wahrnehmung und dem Fühlen. Noch – wir werden sehen.

 

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *